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Baufirma nahm Ausbildung der Spanier in eigene Hände - Berufsschule und Bauindustrieverband Hessen-Thüringen unterstützen Sonderklasse

17.10.2013

Bei der Baufirma Sauerbrey in Crawinkel erlernen 14 junge Spanier den Beruf des Stahlbetonbauers. Man habe auf die Vermittlung von Lehrlingen aus dem europäischen Ausland durch die private Arbeitsvermittlung "X-Job" in Erfurt gesetzt, sagte die Geschäftsführerin des Bauunternehmens, Ulrike Sauerbrey. Allerdings habe es dabei wiederholt Probleme gegeben. So seien die Jugendlichen schon bei der ersten Versammlung sehr unruhig gewesen und plötzlich zu einer Beratung mit der spanischen Botschaft aufgebrochen. Man habe auch die Daten der jungen Leute zu spät übermittelt bekommen, so dass das für die Unterkunft vorgesehene Internat gegenüber der Berufsschule bereits vollständig belegt war. Gemeinsam mit dem Bauindustrieverband Hessen-Thüringen sei es aber inzwischen gelungen, die Jugendlichen vernünftig unterzubringen, so Sauerbrey. Mit der Unterstützung der Gropius-Berufsschule habe man zudem die Möglichkeit geschaffen, die Jugendlichen trotz ihrer mangelnden Deutsch-Kenntnisse in einer Spezialklasse zu unterrichten. "Wir haben einer spanischen Ausbilder gewinnen können, der die Jugendlichen unterstützt", so Sauerbrey. Auch Sprachkurse seien mittlerweile organisiert, versicherte die Firmenchefin. Nach ihren Angaben hat die Firma einen Teil des vereinbarten Honorars als Anzahlung an die private Arbeitsvermittlerin bereits bezahlt. Über den Rest der vereinbarten Summe müsste man Gespräche führen, weil Leistungen nicht wie vereinbart erbracht wurden. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass die Vermittlerin mit der eingetretenen Situation zunehmend überfordert war. Neben den 14 jungen Spaniern bildet die Firma weitere 11 deutsche Lehrlinge im ersten Lehrjahr aus. Die Baufirma mit 450 Mitarbeitern ist laut der Chefin Ulrike Sauerbrey auf Baustellen im gesamten Bundesgebiet im Einsatz. In Erfurt soll am kommenden Freitag bei einem weiteren Treffen aller Beteiligten auf Einladung des Thüringer Wirtschaftsministeriums eine erste Zwischenbilanz der laufenden Vermittlungsbemühungen für die jungen Spanier gezogen werden.

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